22. Töpferfest in Neukirch

Überarbeitet am Freitag, 23 September 2011 04:00 von Mandy Decker Freitag, 23 September 2011 04:00

Neukirch. (M.D.) Die Tradition und Kunst – in der Töpferei sind beide fest verankert – miteinander, in der Oberlausitz und in Neukirch. Denn einmal im Jahr steht in Neukirch das Töpferhandwerk im Mittelpunkt. Am kommenden Wochenende wird es wieder soweit sein. In diesem Jahr wird das Töpferfest sogar drei Tage dauern. 10.000 bis 15.000 Besucher werden erwartet.

Initiator des Töpfermarktes ist seit 22 Jahren die Töpferei Karl Louis Lehmann GmbH. Insgesamt nehmen am Töpferfest jedoch nicht weniger als 75 Händler teil. Viele kommen schon seit 22 Jahren. „Töpfereiprodukte sind eben vielfältig“, begründet Geschäftsführer Karl Louis Lehmann die große Händlerzahl, „ Jeder bringt andere Produkte mit. Wir machen vor allem das „Geschwämmelte“. Damit meint der Töpfermeister die Technik, bei der die Farbe mit kleinen Schwämmchen, in die verschiedene Muster eingebrannt sind, auf den Rohling aufgetupft wird. Auch die gute alte Handmalerei kommt bei den Töpferwaren der Lehmanns zum Einsatz. Mit feinem Pinsel und ruhiger Hand werden zarte Muster auf den Ton gesetzt.
Es wird so manches zu erfahren und zu erleben sein, zwischen dem 1. und 3. Oktober rund um die Keramikscheune in Neukirch. Freitagabend beginnen die Töpfertage mit dem traditionellen Bieranstich und der Partyband „Die Weiber“ aus Dresden. Am Samstag um 10 Uhr wird der Markt mit dem Einmarsch der Töpfer offiziell eröffnet. Sonntag locken u.a. das Großgefäßdrehen und am Abend die „JollyJumper“ die Besucher in das Festzelt. Die „Schalmeienkappelle Reichenbach“ beschließt am Montag die bunten Tage. Das beliebte Henkelziehen und die klassischen Töppelläufe fordern über die Tage Besucher und Töpfer zum fröhlichen Wettkampf. Es wird eine Tombola geben, Kinderprogramm und Schautöpferei. Für Trank und Speisen ist gesorgt. Der Eintritt für alle Besucher über 12 Jahre beträgt 2,50 EUR.

Es ist feinstes und reinstes Handwerk, das an den Ständen des Töpferfestes angeboten wird. Die bunten Muster fühlen sich nach Heimat an, sind stetig und verlässlich. Viele Designs sind aber auch neuen Technologien zu verdanken. So konnte zum Beispiel bis vor einiger Zeit keine rote Keramik gebrannt werden, erklärt Karl Louis Lehmann. Jetzt werden wunderschöne, rot leuchtende Serien auch im Hause Lehmann hergestellt. Ein Besuch des Töpferfestes in Neukirch lohnt sich also für Liebhaber der Tradition ebenso wie für jene, die sich mal wieder überraschen lassen möchten. Sie alle sind herzlich eingeladen.